Die Sicher­heit und Sou­ve­rä­ni­tät von Daten ist Kern­the­ma und Ziel des Indus­tri­al Data Space und des Anwen­der­ver­eins. Wie die­ses Ziel erreicht wer­den kann, wie Daten sicher geteilt und ver­wer­tet wer­den kön­nen, wird und wur­de von den Mit­glie­dern immer wie­der dis­ku­tiert. So for­dern zum Bei­spiel Dr.-Ing. Robert Bau­er, Vor­sit­zen­der des Vor­stands der SICK AG und Mit­glied des Vor­stands der Indus­tri­al Data Asso­cia­ti­on, und Prof. Dr.-Ing Boris Otto, Lei­ter des For­schungs­pro­jekts Indus­tri­al Data Space am Fraun­ho­fer IML Dort­mund die Eta­blie­rung glo­bal aner­kann­ter Rah­men­be­din­gun­gen zum Daten­be­sitz, Daten­ei­gen­tum und deren Über­gang. Ein wei­te­rer wich­ti­ger Punkt ist die Betrach­tung von Daten als Güter. Das Ziel der lau­fen­den digi­ta­len Trans­for­ma­ti­on von Unter­neh­men und Sup­ply Chains ist es, Daten von Maschi­nen, Bau­tei­len und sogar Men­schen digi­tal ver­füg­bar zu machen. Daten ver­schie­de­ner Quel­len wer­den für die Umset­zung von Indus­trie 4.0 geteilt und mit­ein­an­der ver­netzt. Damit sind Daten kei­ne „Abfall­pro­duk­te“ von Wert­schöp­fungs­pro­zes­sen mehr und gewin­nen mehr und mehr an Wert.

Mit der zuneh­men­den Ver­net­zung wächst für Unter­neh­men gleich­zei­tig die Her­aus­for­de­rung, ihre sen­si­blen Daten zu schüt­zen und – falls sie als Gut han­del­bar sind – sicher und auch gewinn­brin­gend zu über­tra­gen. Grund­le­gen­de Vor­aus­set­zung dafür ist, so die Über­zeu­gung in Ver­ein und For­schungs­pro­jekt, dass Unter­neh­men die Kon­trol­le über ihre Daten und damit ihre digi­ta­le Sou­ve­rä­ni­tät behal­ten. Sen­si­ble Daten dür­fen den Ein­fluss­be­reich des Urhe­bers nicht ver­las­sen. Der Indus­tri­al Data Space bie­tet dafür einen neu­en Lösungs­an­satz, in dem die Ent­wick­lung des Base-Con­nec­tor zen­tra­le Bedeu­tung hat. Erst­ma­lig kann nicht allein durch juris­ti­sche, son­dern auch durch tech­ni­sche Mit­tel die Daten­sou­ve­rä­ni­tät gewahrt wer­den.