Die IDSA heißt ab sofort Inter­na­tio­nal Data Spaces Asso­cia­ti­on. Die­se Umbe­nen­nung wur­de auf der Mit­glie­der­ver­samm­lung am 22. März beschlos­sen. Im Inter­view erläu­tert Dr. Rein­hold Achatz, CTO bei thys­sen­krupp und Vor­stands­vor­sit­zen­der der IDSA, die Grün­de und Vor­tei­le des neu­en Namens und erklärt, wel­che Zie­le sich die IDSA für die Zukunft gesetzt hat.

Die IDSA hat auf der Mit­glie­der­ver­samm­lung im März die Umbe­nen­nung des Ver­eins beschlos­sen. Was gab den Aus­schlag hier­für?

Mitt­ler­wei­le haben vie­le Men­schen in ver­schie­dens­ten Bran­chen den Bedarf an einer siche­ren Daten­über­tra­gung erkannt und haben Com­mu­nities eta­bliert, die Ent­wick­lung und Nut­zung des IDS für ihre jewei­li­gen Berei­che vor­an­trei­ben. Es gibt zum Bei­spiel den Medi­cal Data Space und den Logistics Data Space. Ein Urban Data Space ist in Vor­be­rei­tung und die The­men Farm& Food sind wei­te­re Schwer­punk­te.

Aus­lö­ser für die neue Namens­ge­bung war ein Feed­back der Mit­glie­der der Medi­cal Data Space Com­mu­ni­ty: Sie waren von dem Kon­zept über­zeugt, sahen aber eine gro­ße Her­aus­for­de­rung dar­in, die­ses in ihrer Bran­che unter dem Namen Indus­tri­al Data Space zu ver­mit­teln. Ein Argu­ment, das im Vor­stand inten­siv und auch kon­tro­vers dis­ku­tiert wur­de. Letzt­end­lich über­wo­gen aus unse­rer Sicht aber die Vor­tei­le einer Umbe­nen­nung. Wir tra­fen ein­stim­mig die Ent­schei­dung, der Mit­glie­der­ver­samm­lung die Namens­än­de­rung in Inter­na­tio­nal Data Spaces Asso­cia­ti­on zu emp­feh­len. Und die­se Emp­feh­lung wur­de ange­nom­men.

Inwie­fern spie­gelt der neue Name Auf­ga­ben, Funk­ti­on und Aus­rich­tung des Ver­eins tref­fend wider?

Zum einen sind da die genann­ten Com­mu­nities. Sie alle wer­den als eigen­stän­di­ge Spaces, die der gemein­sa­men Archi­tek­tur und der stan­dar­di­sier­ten Schnitt­stel­le fol­gen, in dem neu­en Ver­eins­na­men mit ein­be­zo­gen. Die gan­ze Viel­sei­tig­keit und Viel­fäl­tig­keit des Ver­eins und des IDS wer­den so ver­stärkt kom­mu­ni­ziert. Zum ande­ren wird unse­re stra­te­gi­sche Aus­rich­tung mit auf­ge­grif­fen. Wir haben uns die Inter­na­tio­na­li­sie­rung des Ver­eins und einen nach glo­ba­len Stan­dards funk­tio­nie­ren­den IDS zum Ziel gesetzt. Das wird jetzt auch im Namen deut­lich. Was dabei auch nicht ver­ges­sen wer­den darf: Die Mar­ke und die Com­mu­ni­ty Indus­tri­al Data Space bleibt ja wei­ter­hin bestehen – mit dem Fokus auf Pro­duk­ti­on und Fer­ti­gung als ein Bereich von vie­len, der unter der Inter­na­tio­nal Data Spaces Asso­cia­ti­on zusam­men­ge­fasst wird.

Wel­che Zie­le hat sich die Inter­na­tio­nal Data Spaces Asso­cia­ti­on für die Zukunft gesetzt?

Unser Ziel ist es, die bis­he­ri­ge posi­ti­ve Ent­wick­lung noch zu stei­gern. Dafür möch­ten wir mehr Mit­glie­der aus ver­schie­dens­ten Bran­chen für die IDSA gewin­nen, natür­lich über Län­der­gren­zen hin­weg – und die Adap­ti­ons­ra­te von IDS-Kon­zep­ten in Unter­neh­men stei­gern. Ich den­ke, mit dem neu­en Namen haben wir uns da auch neue Ziel­grup­pen erschlos­sen.

Zudem möch­ten wir die Anwend­bar­keit und den Nut­zen des IDS in der Pra­xis deut­lich machen. Mit Use Cases, die vor allem die Allein­stel­lungs­merk­ma­le des IDS prä­sen­tie­ren und kom­mu­ni­zie­ren. Einen wich­ti­gen Mei­len­stein zur Umset­zung haben wir mit der neu­en, zwei­ten Refe­renz­ar­chi­tek­tur erreicht, die offi­zi­ell auf der Han­no­ver Mes­se vor­ge­stellt wird – dann zum ers­ten Mal auch von der IDSA als Inter­na­tio­nal Data Spaces Asso­cia­ti­on.