74 Pro­zent aller mitt­le­ren und gro­ßen Unter­neh­men in Deutsch­land tei­len Daten mit Kun­den und Geschäfts­part­nern. Drei von vier Unter­neh­men gehen davon aus, dass die Not­wen­dig­keit, eige­ne Daten zu Ver­fü­gung zu stel­len, in den nächs­ten Jah­ren wei­ter zuneh­men wird. Und 57 Pro­zent fürch­ten dabei die Preis­ga­be von Geschäfts­ge­heim­nis­sen. Die­se Ergeb­nis­se der aktu­el­len Stu­die „Daten­aus­tausch als wesent­li­cher Bestand­teil der Digi­ta­li­sie­rung“ von Grün­dungs­mit­glied PwC machen das Dilem­ma sicht­bar, in dem sich vie­le Unter­neh­men befin­den: Sie erken­nen die Not­wen­dig­keit an, Daten zu tau­schen und haben gleich­zei­tig die Befürch­tung, dabei die Sou­ve­rä­ni­tät über sen­si­ble, unter­neh­mens­in­ter­ne Anga­ben zu ver­lie­ren.

Damit unter­mau­ert die Stu­die auch die Not­wen­dig­keit der Indus­tri­al Data Space-Initia­ti­ve, die eine ein­heit­li­che, stan­dar­di­sier­te Archi­tek­tur mit kla­ren recht­li­chen Vor­ga­ben auf­baut. Die Vor­tei­le eines Indus­tri­al Data Space lie­gen nach Ein­schät­zung befrag­ter Füh­rungs­kräf­te in der Erhö­hung der Daten­si­cher­heit, in einer qua­li­ta­ti­ven Ver­bes­se­rung des Daten­aus­tauschs sowie einer Opti­mie­rung der Pro­zess- und Kos­ten­struk­tu­ren. „Die Umfra­ge­er­geb­nis­se zei­gen, dass wir mit dem Indus­tri­al Data Space in sehr vie­len deut­schen Unter­neh­men einen Nerv tref­fen“, sagt PwC-Exper­te Aleks­ei Reset­ko. Dabei kön­ne die deut­sche Initia­ti­ve aller­dings nur der Anfang sein: „Mit­tel­fris­tig muss es dar­um gehen, das Daten­raum­pro­jekt auf die euro­päi­sche Ebe­ne zu über­füh­ren und EU-wei­te Stan­dards zu set­zen.“