thys­sen­krupp, Mit­glied der ers­ten Stun­de im Anwen­der­ver­ein, hat mit einem Infor­ma­ti­ons­sys­tem für die Lkw-Logis­tik den ers­ten Anwen­dungs­fall im Rah­men des Indus­tri­al Data Space umge­setzt. Das Ziel: die Be- und Ent­la­de­zei­ten von Lkw zu opti­mie­ren und fle­xi­bel auf Trans­port­rou­ten und Ver­kehrs­stö­run­gen abzu­stim­men. Mit die­sem ers­ten Use-Case, der in die Pra­xis über­führt wird und so die Funk­ti­ons­fä­hig­keit eines Indus­tri­al Data Space im Unter­neh­mens­all­tag tes­tet, wur­de ein wei­te­rer Mei­len­stein erreicht.
thys­sen­krupp Steel Euro­pe fer­tigt jeden Monat rund 20.000 Lkw ab. Etwa 30 Minu­ten ste­hen für das Be- und Ent­la­den pro LKW zur Ver­fü­gung. Ver­zö­gert sich die Ankunft eines Last­wa­gens, kommt schnell die gesam­te Pla­nung durch­ein­an­der. Hier will das Unter­neh­men mit Hil­fe des Indus­tri­al Data Space wesent­lich fle­xi­bler wer­den. Die Lösung: Ein­tref­fen­de LKW mel­den nach defi­nier­ten Regeln kon­ti­nu­ier­lich ihren Stand­ort, zum Bei­spiel über eine App, die sich der Fah­rer auf sein Smart­pho­ne lädt. Anhand der Posi­ti­ons- und Ver­kehrs­da­ten sowie der Rou­ten, die der Fah­rer wahr­schein­lich wählt, erkennt ein Algo­rith­mus sofort, wann sich ein Trans­port ver­zö­gert. Ver­spä­te­te Las­ter bekom­men dann auto­ma­tisch vom Com­pu­ter­sys­tem ein neu­es Bela­de­fens­ter vor­ge­schla­gen, ganz ohne mensch­li­ches Zutun.
„Unse­re Anwen­dung ist nur ein ers­tes Bei­spiel für die Mög­lich­kei­ten des Indus­tri­al Data Space. Vie­le Anwen­dun­gen von wei­te­ren Unter­neh­men wer­den fol­gen, und zwar sehr schnell“, ist Dr. Rein­hold Achatz, Tech­no­lo­gie­chef von thys­sen­krupp und Vor­sit­zen­der der Indus­tri­al Data Space Asso­cia­ti­on, über­zeugt.